Geschwindigkeiten

PKWs

innerorts:      50 km/h
ausserorts:   90 km/h
Schnellstr.:  100 km/h
Autobahn:   120 km/h

Motorräder

innerorts:      50 km/h
ausserorts:   90 km/h
Schnellstr.:  100 km/h
Autobahn:   120 km/h

Gespanne

innerorts:      50 km/h
ausserorts:    70 km/h
Schnellstr.:    80 km/h
Autobahn:   100 km/h

Wohnmobile über 3,5t

innerorts:      50 km/h
ausserorts:    80 km/h
Schnellstr.:    90 km/h
Autobahn:     110 km/h

Allgemeine Infos:

Die Qualität der Straßen ist in den letzten 20 Jahren stark gestiegen, einige Abschnitte und vor allem Zufahrtsstraßen zu Stränden sind zum Teil aber noch immer sehr schlecht. Für die Orientierung ist die N125, die etwas nördlich der Küstenlinie von der spanischen Grenze bis Vila do Bispo verläuft, sehr wichtig. Alternativ ist die mautpflichtige Autobahn (A22) Via do Infante empfehlenswert.

Die N125 ist am Morgen zwischen 8 Uhr und 10 Uhr und am Nachmittag von etwa 16 Uhr bis 19 Uhr sehr belebt, und es kommt immer wieder zu Behinderungen in den Ortsdurchfahrten.

Besonderheiten Kreisverkehr:
Die rechte Spur in einem zweispurigen Kreisverkehr wird nur benutzt, wenn er an der ersten Möglichkeit verlassen werden soll. Der Wechsel auf die rechte Spur, sobald man den Kreisverkehr verlassen möchte, hat Vorrang.

Portugiesen (auch Polizei und Fahrschule) blinken im Kreisverkehr sehr häufig so lange links, bis sie ihn verlassen wollen.

Verhalten bei einen Unfall:
Ziehen Sie bei jedem Unfall die Polizei hinzu. Mietwagenfirmen bzw. deren Versicherungen bestehen in der Regel darauf. Machen Sie sofort, nachdem das Unglück passiert ist, möglichst aussagefähige Bilder, auch solche, auf denen die Kennzeichen der Fahrzeuge zu sehen sind. Benutzen Sie den Standard Unfallbericht der EU, den Sie z. B. beim ADAC in Deutschland bekommen.
Das Warndreieck muss innerorts 50 m, außerorts 100 m und auf Schnellstraßen 200 m vor der Unfallstelle platziert werden.

Besondere Fahrzeuge:
Pferdegespanne, Tuk-Tuks (Touristenfahrten), Touristenzüge und zum Teil sehr alte PKWs sind täglich zu sehen und mit Vorsicht zu überholen. Sinti und Roma sind immer wieder mit großen Pferdeherden unterwegs, bitte halten Sie weiten Abstand und überholen Sie nur, wenn ausreichend Platz vorhanden ist.

Ausschilderung:
Die Beschilderung ist unterschiedlich. Wenn an der ersten Kreuzung ein Hinweis zum baldigen Abbiegen erfolgt, kann es sein, dass das Schild an der nächsten Kreuzung vergessen wurde.

Schilder, die auf Städte oder Dörfer hinweisen, sind weiß mit schwarzer Schrift. Schilder, die auf Strände, Sehenswürdigkeiten oder besondere Stätten hinweisen, sind braun mit weißer Schrift. Hinweisschilder zu Sportstätten usw. sind von unterschiedlicher Farbe.

Überholen:
Rechnen Sie bitte immer damit, überholt zu werden, auch dann, wenn es „normalerweise“ nicht geht, also vor und in Kurven, bei durchgezogenen Mittellinien, und von Zweirädern auch rechts, oder auf einspurigen Straßen.

Parken:
Es gibt reichlich Parkplätze an der Algarve. Viele, besonders an Supermärkten und auf Raststätten, werden von Sonnensegeln geschützt, um eine direkte Einstrahlung und Aufheizung des PKWs zu verhindern. Die großen Einkaufszentren in Portimão, Guia, Faro und Tavira haben Tiefgaragen, die in den Sommermonaten sehr empfehlenswert sind. In den größeren Orten gibt es preiswerte Parkhäuser. Leider wird hier teilweise rücksichtslos geparkt, d. h. sowohl in zweiter Reihe als auch im Kreisverkehr oder vor Zufahrten.

TIPP: Vorsicht beim Parken auf unbefestigten Strandparkplätzen! Der Unterschied zwischen befahrbarem und sehr losem Sand ist kaum zu erkennen. Parken Sie bitte nicht über Grasbüscheln. Hier regnet es in den Sommermonaten fast gar nicht; der Bewuchs kann völlig vertrocknet sein und der sehr heiße KAT Ihres Fahrzeuges entfacht einen Brand.

Strafen:
Die Polizei an der Algarve ist sehr freundlich. Halten Sie bei der Kontrolle Ihren Pass / Personalausweis, Ihren Führerschein und die grüne Versicherungskarte (bei Mietfahrzeugen die kompletten Papiere) bereit. Seien Sie höflich und bei Vergehen einsichtig. Die Höhe der Strafen ist oft Ermessenssache.

Telefonieren mit dem Handy und Fahren ohne Gurt ziehen drastische Strafen (ab 120 €) nach sich.

Bei Pannen oder bei einem Unfall bitte unbedingt vor dem Verlassen des Fahrzeugs die Warnweste überziehen (bei Nichteinhaltung droht eine sehr hohe Strafe).

Regen:
Bei Regen wird die Straße zur Rutschbahn. Insbesondere, wenn es monatelang nicht geregnet hat, ist die Mischung aus Reifenabrieb, Ölresten und Sand annähernd so glatt wie Eis.